Das gefällt mir nicht ist vorerst geschlossen

September 10th, 2014

kann passieren …

Das gefällt mir nicht ist vorerst geschlossen, die bisherigen Beiträge bleiben aber zugänglich.

Sollte jedoch ein geneigter Leser willens sein, das Konzept durch Schreibdrang weiter zu führen, freut sich der Betreiber über eine Nachricht.

 

Bis später,
Splitter

Das goldene Kalb: Fußball

April 5th, 2012

11 Kapitalisten werden angefeuert (Quelle: 11Freunde)

„Was ist hier los, ist Krieg?“ frage ich den Polizisten in martialischem Outfit. Eine Hundertschaft war losgezogen, 15 „Wannen“ parkten an merkwürdiger Stelle, genau unter den Bahngleisen. „Nee, Fußball!“

Ach Gott, Fußball! Oder besser: Ach, Gott Fußball! Nie war ein Kalb güldener, nie funktionierte das „Brot und Spiele-Prinzip“ besser, selten war das Volk blöder.

Kapitalismuskritik? Nun ja, vielleicht so´n bisschen, aber doch nicht im Fußball. Fußball ist anders: Hier sorgt der Hartz IV-Emfänger leidenschaftlich gern für den Multimillionär. 8 Millionen im Jahr, also festes Gehalt, ohne Prämien, dafür arbeitet der Arbeitslose hart und … wie gesagt: leidenschaftlich! Also nicht für sich selber, sondern für den göttlichen Huntelaar.

Man muss das verstehen, Fußball im Stadion ist Gottesdienst. Und wenn der Alte, also der Christengott sich schon überhaupt nicht rührt und nichts von sich hören lässt, ja, was soll man denn da machen: Huntelaar macht wenigstens Tore!

Sparen? Ja, muss wohl … irgendwie, oder so, keine Ahnung, aber nicht beim Fußball. Keine andere Sportart könnte sich ein so derartig hohes Deppenaufkommen leisten. In Münster gab es mal regelmäßig eine Skateboard WM, aber da mussten irgendwann mal 10 Polizisten ausrücken, wegen sabotierter Abfalleimer … ach ja, laut sollen diese Skater auch gewesen sein (natürlich nicht so laut wie Fußball-Fan(atic)s, aber denen geht es ja auch um Fußball). Und da ist der aufrechte Bürger auch sofort eingeschritten und dann war schnell Schluss mit dem Spuk – keine WM mehr.

Aber wie gesagt, Fußball – das ist einfach was anderes … das kann man jetzt nicht so einfach … das ist kein „Skateboard“, das ist … wie soll ich sagen: FUSSBALL eben!

16 Leute nervt das

Verdampft, Frau Steffens kommt

März 14th, 2012

Ohne AlternativeMan ist ja inzwischen einiges an politischer Kontrollwut gewöhnt, aber die neueste Ministerial-Posse aus Düsseldorf trägt die Züge einer Groteske. Wild entschlossen führt dort die Chefin Barbara Steffens auf ihrem grünen Pferd namens Gesundheit einen Kreuzzug gegen das Böse. Und das Böse hat einen Namen:
E-Zigarette!

So warnte sie unlängst vor dem Verkauf von illegalen E-Zigaretten*. Das ist erstaunlich, werden doch in den Innenstädten derlei illegale Elektroartikel weiterhin ungeniert in Schaufenstern angepriesen.

Ja, haben denn die braven Kaufleute den Verstand verloren?
Nein, dem ist nicht so, erfährt man aus den Medien. Im Kern könne es lediglich um nikotinhaltige Flüssigkeiten gehen, die man via E-Zigaretten verkoste. Und den Verkauf solcher Flüssigkeiten habe die Ministerin höchstselbst untersagt.
Aha! Erst verbietet man den Treibstoff und warnt hernach vor der Illegalität des Fahrzeuges. Das ist schlau. Gut geplant ist halb gewonnen, da soll wohl nichts schiefgehen.

Stürzt man sich nun, gestärkt durch diesen kräftigen Schluck politischer Entschlusskraft, tiefer in die Detailbegründungen jenes rheinischen Wunderwerkes kreativer Arbeitsbeschaffung für Gerichtsbarkeiten, erfährt man folgendes:

Es gibt derzeit keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass der bei der Nutzung der elektrischen Zigarette entstehende Dampf für Personen, die sich im gleichen Raum wie die Nutzerin oder der Nutzer der E- Zigarette befinden, ungefährlich ist.

Mit anderen Worten – die Frau Ministerin hat keinen blassen Dunst vom Dampf und darum findet sie es wirklich dringend angeraten, einen ministeriellen Riegel davor zu schieben. Sicher ist sicher.

Dabei hätte der Gebrauch einer Internet-Suchmaschine an dieser Stelle durchaus nutzbringend sein können, sind die Inhaltsstoffe des Dampfes doch allenthalben nachzulesen:
Zum einen ist da Propylenglykol, das etwa als Bestandteil von Medikamenten zur Inhalation bei Erkrankungen der Atemwege, oder als dramaturgischer Nebeleffekt in Bühnenshows zum Einsatz kommt. Des weiteren schlichtes Glycerin, Lebensmittelaromen und Wasser. Bis hierhin sieht die Liste äußerst unverdächtig aus, zumal in der E-Zigarette kein Rauch durch Verbrennung, sondern eben Dampf, wie im Kochtopf entsteht.
Also dürfte es wohl wirklich das Nikotin gewesen sein, das die Frau Minsterin dazu bewog, ihren Kreuzzug zu beginnen. Ja, genau dieser Wirkstoff Nikotin, den man auch bei besagten braven Kaufleuten in Form von konfektionierten Tabakprodukten frei und unbehelligt erwerben kann.
Oder fürchtet sie sich gar vor den Batterien, die zum Betrieb einer E-Zigarette nötig sind?

Erstaunt nimmt man jedenfalls zur Kenntnis, dass sie E-Zigaretten in ihrer Gänze für eine Art Medikament zu halten scheint.

Der Handel und der Verkauf von E-Zigaretten […] sind, sofern die arzneimittel- und medizinprodukterechtlichen Vorschriften nicht eingehalten werden, gesetzlich verboten.

Man könnte diesem Irrwitz eigentlich gelassen mit Humor begegnen, bliebe einem nicht bei der Erkenntnis das Lachen im Halse stecken, dass sich Frau Steffens durch diese Formulierung ein persönliches Macht-Hebelchen in die Hand konstruiert hat, an dem sie nun beharrlich zieht.

Da überlässt man doch gerne dem verstorbenen Kabarettisten und Schriftsteller Oliver Hassencamp das Schlusswort:

Wenn Argumente fehlen, kommt meist ein Verbot heraus.

*Die originale Pressemitteilung wurde auf gerichtliche Anordnung zurückgezogen

68 Leute nervt das

Liberal ist im liberalen Sinne nicht liberal

Februar 23rd, 2012
Mann mit Scheißkoffer vor Stegosaurus

Vorwärts und nicht vergessen ...

Ja, wir brauchen sie dringend: Die Liberalen! Also, die freiheitlich denkenden Demokraten. Die, die uns von all den unsinnigen und altertümlichen Zwängen befreien:

Vom Zwang, menschliches Leben als immer währenden Wettbewerb zu begreifen, vom Zwang zu entwürdigender Lohnarbeit, obwohl das Bürgergeld möglich wäre, vom Zwang, sich einer skrupellosen Finanzindustrie zu unterwerfen, die keinerlei demokratische Legitimation besitzt, vom Zwang, den ungezwungene Märkte dem Bürger, nein- den Menschen (denn Bürger nennen sich ja die von der FDP) auferlegen, vom Zwang, wirtschaftliches Wachstum als höchstes Gut zu verstehen, vom Zwang, einen wachsweichen, opportunistischen Streber als Staatsoberhaupt zu tolerieren (der sich mittlerweile allerdings schon verstrebert hat), ohne überhaupt danach gefragt zu werden und natürlich vom Krawattenzwang. Aktuell sollten wir auch vom Zwang befreit sein, einen Mann als höchsten Repräsentanten des Staates zu akzeptieren, der den üblen Nationalstolz vieler US-Amerikaner vorbildlich findet und es auch sehr schätzt, wenn sich z.B. sein Fahrer erhobenen Hauptes von ihm ausbeuten lässt und das auch noch vor dem Hintergrund gelernten Christ-Seins:

„Neulich erzählte mir mein Fahrer von seinem Cousin, der mit den gesamten Sozialleistungen ungefähr 30 Euro weniger als er hat. Mein Fahrer muss aber fast immer um fünf Uhr aufstehen. Er sei der Dumme in der Familie, aber er sagte mir auch: „Ich kann das nicht, ich kann nicht so dasitzen.“ Da habe ich gesagt, dass er denen erzählen soll, wie gut er sich mit Arbeit fühlt.“ (Gauck-Interview SZ 2010) 

Speziell der Autor möchte auch vom Zwang befreit sein, aufgezogene Sprechapparate, die durch das Stahlbad von WiWi- und JuWi-Studiengang mit anschließendem Rhetorik-Drill entmenschlicht wurden und sich dann durch Maßanzüge, Krawatten und Betonfrisuren als „seriös“ tarnen, als „Liberale“ akzeptieren zu müssen.

Ja, es gibt viel zu tun, für die freiheitlich denkenden Demokraten. Wir fangen hier schon mal an.

14 Leute nervt das

Wachsweich wie Wulff

Dezember 22nd, 2011

OtterwechselBundespräsident: Befreit vom Fegefeuer des parlamentarischen Geschachers und Gekreisches, hat die Person in diesem Amt im Wesentlichen zwei Aufgaben:
Hände schütteln und reden!

Das Händeschütteln scheint ganz ordentlich zu funktionieren, doch dann musste ich Christian Wulff vor Kurzem bei einer Fernseh-Ansprache zuschauen und zuhören:

Ordentlich sieht er aus, gescheitelt, bebrillt, geglättet. Ganz im Stil des klassischen, opportunistischen Strebers, der es erwartungsgemäß „zu etwas gebracht hat“ tritt er auf. Seine Stimme: leise, sanft, tonlos, ohne irgendeine Form von Emphase oder Emotion. Der Rhythmus: langsam, gleichförmig, langweilig. Der Inhalt: … habe ich vergessen.

Freunde aus „Der Wirtschaft“, das ist doch prima! SIE sind das Rückgrat unserer Gesellschaft und eben eine wichtige Stütze für Menschen, die ohne ein solches sind. Sicher: In dieser „freien“ Wirtschaft wäre der Bewerber Wulff um den Job als Bundespräsident mitleidig belächelt nach Hause geschickt worden. Zum Anforderungsprofil hätte ja „die überzeugende Rede“ gehört.

Auch dem Anforderungsprofil des guten Katholiken konnte der Christian nicht gerecht werden. Scheidung wird dort ähnlich ungern gesehen, wie sozialistisches Gedankengut bei seinen Freunden aus der „Wirtschaft“. Er darf nun zwar keine Oblaten mehr essen, aber austreten, oder opponieren passt einfach nicht zu ihm. Und so hat er es eben geschafft, ganz oben anzukommen. Als Wirbelloser ist man bei der christlichen Partei gern gesehen und gut behütet.

Jetzt noch schnell zurücktreten, die satte Pension kassieren und sich dann von seinen „Freunden“ einen „Berater-Job“ zuschanzen lassen, denn für ein Politikergehalt sind 500.000 € schon ein wenig problematisch.

Prima Christian, so wird’s gemacht! Vorbildlich: Eine Eins mit Sternchen!

11 Leute nervt das

Der Bio- Öko- Eso- Blödsinn

November 28th, 2011

Ins Gift springen verboten„Natur gegen Chemie – so lautet die Konfrontation, die in Zukunft unser Leben bestimmen wird.“ … obwohl viele Hersteller ihre Produkte als natürlich anpreisen, sind Giftstoffe in ihnen enthalten … (beklagt Klaus Oberbeil in seinem Buch: „Die tägliche Dosis Gift“ und der Mann ist Mediziner)

Also, das geht ja wohl gar nicht: Wer natürlich sagt, sagt auch gesund! Gift ist doch immer das, was böse Chemiker im Labor entwickeln, um es unbescholtenen Bürgern in ihr Essen zu mixen, damit diese langsam und qualvoll daran zu Grunde gehen. Am besten durch Krebs. Auch Ex-Apple Chef Steve Jobs (Buddhist, Veganer, Biokoster, Nichtraucher, Antialkoholiker usw.) vertraute nach seiner Krebs Diagnose auf Naturheilmittel! Denn: Natur = gut! Chemie = böse! Leider hat die Natur versagt und Jobs starb. Wissenschaftliche Medizin hätte ihn retten können. Vielleicht wusste er nicht, dass die Natur nichts anderes als Chemie produziert. Und dass viele Pflanzen ihre eigenen Pestizide herstellen, die andere Lebewesen sogar töten.

Und dann auch noch das:

Der Mensch nimmt täglich rund zehntausend Mal mehr natürliche Pestizide zu sich, als die Aufnahme an Rückständen synthetischer Pestizide beträgt. (Deutsches Institut für Ernährungsforschung)

Natürliche Pestizide, ruft der Bio- Öko- Esoiot!? Das wäre ja ein Pakt der lieben Natur mit dem bösen Teufel! Wer so etwas behauptet, wird bestimmt als Schwein in der deutschen Massentierhaltung wiedergeboren. Nein, nein, wir lassen uns doch unsere Meinung nicht von bloßen Fakten verderben. Wir entschlacken unseren Darm fröhlich weiter, auch wenn das gar nicht geht …

Nun ja, wer Strom ohne Atom und Tomaten ohne Gene produzieren kann, oder gar in der Lage ist ganz OHNE Chemie zu leben und statt dessen womöglich Folgendes tut:

Ein zu Pulver zermahlener Bergkristall wird in ein Kuhhorn gefüllt und so eine gewisse Zeit in der Erde vergraben. Dann wird der Inhalt des Kuhhorns in einem Eimer Wasser verrührt und über einem Hektar Land versprüht. Dies soll der Wirkung des Sonnenscheins entsprechen.

(Renate Künast soll eine Anhängerin des biologisch-dynamischen Landbaus sein, der solche Methoden vorschreibt (Demeter)), hat sich offensichtlich tatsächlich von den Zwängen der banalen Materie befreit und lebt in Sphären, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Ob es da schöner ist, als hier, weiß ich nicht. Aber mit Sicherheit ist es sehr viel anders, als in unserem Universum.

18 Leute nervt das

Metaphern die die Welt verklären

Oktober 27th, 2011

Zur Sicherheit: Hebelschnitt

Da haben wir es jetzt: Der Euro-Rettungsfonds wird gehebelt. Und: Es sind zwei Hebel im Angebot!

Also: Wir haben einen Schirm, von dem uns Europäern nicht gesagt wurde, ob es ein Regen- oder Fallschirm ist. Wir haben einen Haarschnitt, von dem wir nicht wissen, ob er von einem sogenannten Star-Friseur oder vom Hairdiscount ausgeführt wird und jetzt auch einen Hebel, den man eigentlich bereits seit dem 5. Schuljahr der Mechanik zuzurechnen weiß. Das klingt alles so wunderbar vertraut, dass man schon kaum noch auf die Idee kommt, dass es sich bei all diesen lustigen Metaphern um Geldgeschäfte handelt. Eine Bazooka hatte ich bisher immer für ein Musikinstrument gehalten (oder wie heißt das Ding), weiß aber jetzt, dass es sich um eine „Monetisierung“ häh …? handelt. Und was wir durch die oben verlinkten Artikel auch lernen: Das ist Bankerjargon!

Waaas hatte die Bundesregierung (vorne weg Merkel und Rösler) immer wieder gaaanz volksnah erklärt: „Wir sind den Bürgern und nicht den Finanzmärkten verpflichtet“ (hier eine Quelle anzugeben, wäre … äh … Eulen nach Athen tragen … oder so). Und jetzt diese euphemistische Metaphernsprache aus der Welt der Banker, die schon immer darauf aus war, von Nicht-Bankern möglichst unverstanden zu bleiben???!!! Ja geht´s noch? Wie war das noch gleich: Europa muss die Bürger mitnehmen! Ja dann fangt doch mal bei einer Sprache an, die vernünftige Menschen auch verstehen können.

Also: Ich werde morgen dann mal zu meiner Bank gehen, um zu fragen, welchen Hebel sie denn für mich im Angebot haben, um meine 300 Euro Eigen-Kapital auf über 1000 Euro zu hebeln. Gleiches Recht für alle. Das heißt: die metaphysischen Prinzipien der Finanzindustrie werden ja wohl auch für mich gelten … oder macht der Gott des Kapitals da womöglich entscheidende Unterschiede?

20 Leute nervt das

Obama gegen Finanztransaktionssteuer

Oktober 18th, 2011

© Gertrud K.

Barack Obama outet sich als stinknormaler Ami.

Da hatte man die Ankunft des Messias erwartet, welcher die letzte verblödete … äh … verbliebene Supermacht endlich auf den Pfad der Tugend führen sollte. Den Pfad, den Walker Bush trotz göttlicher Führung leider irgendwie nicht finden konnte.

Den Friedensnobelpreis gab es schonmal als Vertrauensvorschuss, ohne dass der Mann irgend etwas dafür tun musste. Aber jetzt das: Obama will Krieg führen! Und zwar einen Krieg gegen die Vernunft! Er lehnt die Finanztransaktionssteuer ab!

Und das ist gar nicht nobel, sondern in der aktuellen Situation verdammt übel. Damit macht er sich mit Lumpen wie David Cameron gemein, der allerdings nur ein kleines, unbedeutendes Inselreich regiert, welches sich hauptsächlich damit beschäftigt, eine im Mittelalter hängen gebliebene Familie zu begaffen, die Königin und Prinz spielt. Und natürlich Fußball, den es sich allerdings von korrupten russischen Milliardären und Ölscheichs finanzieren lässt. Read the rest of this entry »

23 Leute nervt das

Fraktionszwang

Oktober 12th, 2011

Zeichnung: hmw malen

Ist das nicht das Allerletzte?

Dabei sind unsere Volksvertreter laut Grundgesetz ausschließlich ihrem Gewissen unterworfen. Partei hin oder her.

In ihrem Alltag aber finden diese Lumpen sowas lästig und stimmen fleißig per order mufti ab. Man will sich ja keine Chancen verbauen und gibt sein Gewissen lieber an der Garderobe ab.
Schon klar, dass sich Politiker erst wieder an Redlichkeit erinnern, wenn die Karriereleiter keine Sprossen mehr nach oben aufweist.

2008 mochte eine hessische Abgeordnete ihre Spitzenkandidatin nicht zur Ministerpräsidentin wählen.
Man mobbte sie aus der Partei:

Es zur Gewissensfrage zu erklären, ob man die eigene Spitzenkandidatin wählt, geht zu weit. Das ist parteischädigend.

Und nun rastete (ausgerechnet) Kanzleramtschef Roland Pofalla wegen eines Kollegen aus:

Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen! Ich kann deine Scheiße nicht mehr hören!

Grundsätzlich ist ja gegen ein klares Wort nichts einzuwenden – vielleicht sollte man ein Schild mit dieser Aufschrift vor dem Eingang des Bundestages installieren.
Der Anlass war jedoch kein selbstkritischer Blick in den Spiegel, sondern, dass sich sein Parteifreund auf sein Gewissen berief und offen seine eigene Meinung vetrat.

26 Leute nervt das

Die Sparkasse geht steil

Oktober 4th, 2011
Die Sparkasse geht steil

toll ...

Darauf haben wir alle gewartet, hat doch das Ansehen des Bankenwesens in den letzten Jahren nahezu mitleiderregende Ausmaße angenommen.
Doch nun, nach einer quälend langen Zeit der Entbehrung traut sich endlich wieder ein Finanzinstitut aus der Deckung. Man hätte es kaum zu träumen gewagt, aber es gibt einen Silberstreif am Horizont:
Eine Bank geht steil.

Das Bild scheint zum Greifen nah: mit Krawatten und Kostümen bekleidete Menschen stolpern sich Jürgen-Klinsmann-gleich über einen Bankschalter in die Spitze des Angriffs bahn … aber nein, es ist ganz anders – es geht um Reklame bei einer münsterländer Radrundfahrt, die Sparkasse wählte dafür den bescheidenen Namen „Giro“.
Wir erinnern uns: in südlicheren Gefilden benennt man Radrennen ebenfalls so, das Wort bedeutet dort umgangssprachlich Drogenszene.

Vermutlich wurde in den Chefetagen lange gegrübelt, mit welcher Werbestrategie man sich jugendlich-dynamisch-sympathisch darstellen könne- das Ergebnis jedenfalls ist durchaus interessant …

14 Leute nervt das